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Montag, 28. Juli 2008

Back to the roots und wieder zurück

Letzte Wochen war ich mal wieder 7 Tagen bei meinen Verwandten. Das heißt Großelternbesuche, Stadtbummel mit Onkel und Tante und und und.
Immerhin habe ich dort mehr getan als hier. Zumal kein Computer als Ablenkung dastand und kein Internetanschluss vorhanden war, konnte man sich voll und ganz auf andere Dinge konzentrieren. Allen voran lange schlafen.
Aber gearbeitet habe ich natürlich auch! Im Garten wurde der rasen gemäht, Bäume geschnitten (das ist zwar besonders für den Nacken sehr anstrengend, macht aber verdammt viel Spaß) und der Teich wurde von lästigen Tannennadeln und übrigem Schmutz gereinigt. Sehr schwere Arbeit, wenn die Sonne einem ständig auf den Rücken, Nacken oder ins Gesicht scheint.
Dann war ich zum ersten Mal im Auto & Technik Museum in Sinsheim, das größte Europas, habe ich in der Broschüre gelesen. Mit einem Onkel im Gepäck, der unendlich viele Daten und Geschichten zu diversen Autos, Lastwagen, Motorrädern, Zügen, Rädern und Flugzeugen auf Lager hat, ist das Museum wirklich einen Besuch wert. Sinsheim sollte durch die Tupolev und die französische Concorde bekannt sein. Zumindest erstere habe ich auch von Innen besichtigen können. Gar nicht so gemütlich sah die aus. Und dass sie so schräg aufgestellt werden musste, dass man auf normalen Boden bestimmt schon umgefallen wäre, hätte doch nicht sein müssen, oder?
Egal, beim anderen Onkel habe ich mir junge Falken angesehen (die genauso aussehen wie die älteren). Bei meinem Sportbegeisterten Opa wurde der T-Home Supercup geguckt und sich über den Sieg vom BVB gefreut.
Freitag der Stadtbummel, der dringend nötig war, denn es musste noch ein Geschenk für meinen Vater gefunden werden. Ansonsten wurde auch viel für einen selber geschaut, aber nur eine Sache gekauft. Dieter Nuhrs SachbuchWer's glaubt, wird selig.
Am Samstag gings mit einem Cabrio zurück gen Heimat. Brütend heiß, aber dank Klimaanlage erträglich (Dach war zu, weil wir zu viert im Auto saßen)
So ging eine auch mal ganz schöne Woche ohne High-Tech zu Ende.
Nun muss wieder fleißig am nächsten FZM gewerkelt werden.

Sonntag, 22. Juni 2008

Eine Reise, die ist lustig... (2)

Mit etwas Verspätung zwar, aber immerhin noch geschrieben, kommt hier der zweite Teil meiner Reisewoche.

MITTWOCH

Am Mittwoch stand eine Führung im Kloster Andechs, genauer gesagt in der zum Kloster gehörenden Brauerei, an. Die war weder informativ noch interessant, dafür unverhältnismäßig teuer. Diese Meinung vertraten praktisch alle. Nach der etwa einstündigen Führung wendeten wir unseren Blick dann doch noch dem Kloster entgegen. Dort angekommen betrachteten wir die reich verzierte Kirche, die für meinen Geschmack mehr einer Kunstgalerie, denn einem Gotteshaus ähnelte - ein Armutszeugnis für unsere Kirchengemeinde. Wenn man eine Brauerei besucht, überhaupt wenn man nach München fährt, ist ein Besuch in einem Biergarten unerlässlich. Also lockerten unsere Betreuer für ein halbes Maß Bier das strikte Alkoholverbot - ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Nachdem wir gesättigt und mit Bier beglückt worden waren, gingen wir spazieren, genauer gesagt wandern. Zwei Stunden lang durch Wald und über Hügel, später durch Matsch, da es wie aus Kübeln zu schütten begann. Völlig durchnässt kamen wir endlich am bereitstehenden Bus im Zielort an - fix und fertig. Wer noch Lust hatte, besuchte danach noch die Moderne Pinnakothek oder den Englischen Garten. Mich reizte weder das Eine noch das Andere und so fuhr ich mit ein paar Klassenkameraden zur Jugendherberge zurück.
Nachts fing der Spaß erst richtig an. Die Hälfte der Klasse war mindestens angetrunken, ein kleiner Teil vollkommen besoffen. So war es kein Wunder, dass einige richtig für Lärm sorgten. Einer sorgte für Ruhe, wofür er allerdings erstemal Lärm machen musste.

DONNERSTAG

Die Ereignisse am Vorabend hatten Folgen für den Donnerstag. Wir durften das Deutschlandspiel nicht wie geplant irgendwo draußen an einer Großleinwand schauen, sondern nur in der Jugendherberge. So verpassten wir auch den Auftritt der "Hip-Hop-Band" Revolverheld, wie mein Lehrer irrtümlicherweise behauptete. Schade. Gut, ein großartiges Spiel haben wir so auch nicht verpasst...
Vorher stand eh noch der Besuch des KZ Dachau an. Dieser war Höhepunkt und Tiefpunkt zugleich, zumindest aus meiner Sicht. Jeder war wenigstens die zwei Stunden Führung leise und wirkte betroffen, auch wenn sich der Eindruck bei manchen aus meiner Sicht verflüchtete. Die Führung war ungemein informativ und gut gemacht, dass ich eben auch den Höhepunkt darin sehe, leider mit dem furchtbaren Hintergrund. Nachmittags also noch Fußball geschaut und abends angefangen zu packen. Denn am Freitagmorgen ging es für die Klasse zurück gen Heimat, für mich nach Berlin. was ich da erlebt habe, schreibe ich im nächsten Post.

Dienstag, 17. Juni 2008

Eine Reise, die ist lustig... (1)

Lange nichts mehr geschrieben hier. Hier und da staubts auch schon ganz schön - da muss mal wieder was getan werden! Im Nachhinein hätte ich einen Bloghälter beauftragen können, der sich 7 Tage lang auf diesem Blog hätte austoben können. Aber die besten Ideen kommen eben immer erst zu spät...

MONTAG

Ja, ich war weg und nicht faul. 7 Tage lang um genau zu sein. Eine Woche mit vielen Fahrten, die mit stundenlangem Sitzen verbunden waren. Eine Woche mit Führungen und Events, die mit viel Lauferei verbunden waren. Am Montag morgen ging es ersteinmal mit dem Bus nach München. Das sind wohlgemerkt einige Kilometer. *GoogleEarth schau* Luftlinie: knapp 435 km - demnach würde ich auf ca. 600 km Fahrt in einem Reisebus tippen. Der Bus hatte verdammt viel gekostet, hatte aber weder Fernseher - noch Toilette (die hätte aber eh keiner benutzen wollen...). Man könnte behaupten, dass unser Klassenlehrer ein bisschen übers Ohr gehauen wurde - tue ich hiermit auch.
Sieben bis acht Stunden nach Abfahrt in Rheinbach (bei Bonn) und nach 23 Baustellen kamen wir in München an. Die Jugendherberge "Haus International" erschien auf dem ersten Blick recht gemütlich und ihren Preis wert zu sein. Die Zimmer waren ok - lange nicht so toll wie auf den Bildern im Internet präsentiert. Dafür hatten wir auf jedem Zimmer ein Bad mit Dusche. Mit der gab es allerdings einige Probleme. Bei uns im Zimmer war es schon fast Zufall vom nach links und rechts spritzenden Wassers überhaupt getroffen zu werden. Bei uns war der Duschkopf falsch eingestellt - der Duschvorhang quasi nutzlos. Nach mindestens zwei Duschen kam das Badezimmer einem Schwimmbecken gleich. Außerdem musste man ständig den Duschknopf für die Wasserzufuhr gedrückt halten. Denn das Wasser strömte nur 4 Sekunden durch die Leitung.
Die Betten waren Alu-Gerüste mit nicht so ungemütlichen Matratzen. Das Alugerüst gab allerdings schon bei geringstem Druck nach. Da etwa 500 Betten in der Herberge Platz fanden, herrschte um 22 Uhr Nachtruhe. Für die sollte die hauseigene Security sorgen. Mit eher geringem Erfolg um es vorsichtig auszudrücken. Dazu war Alkohol strikt verboten - sowohl von den Lehrern, als auch vom Haus - dran gehalten hat sich allerdings kaum einer.

DIENSTAG

Am Dienstag stand ein Besuch im Münchener BMW Werk an. Durchaus interessant die Produktion der Autos zu verfolgen. Allerdings ermüdet man nach zwei-einhalb Stunden Geschwafel des Führers doch sehr. Dennoch gelungene Veranstaltung der Klassenfahrt. Am selben Tag fuhren wir zur Heimat des FC Bayern München - der Allianz Arena. Ganz ehrlich eine der hässlichsten Stadien Deutschlands. Frei drin bewegen ging gar nicht. Das konnte man nur mit einer Führung. Wie der FCB die Kosten für den Klotz wieder reinspielen will ist offensichtlich, 10 Euro pro Person werden für eine Führung verlangt. Wir schlugen dieses Angebot aus und betrachteten den äußeren Teil des Stadions. Danach verbrachten wir den Nachmittag im Grünen des Englischen Gartens. Gekrönt wurde der Tag natürlich mit der EM und aktivem Fußball.

Weiter gehts später mit MITTWOCH und DONNERSTAG. Ich werde versuchen den nächsten Post schnellstmöglich online zu stellen.